Memoarrr!

Memoarrr!

Worum geht es?

„Arrr“, die Piraten sind los und wollen fette Beute machen. Auf der Insel hat Kapitän Goldfisch seinen Schatz versteckt. Gerade als man die ersten Rubine stehlen will bricht der Vulkan aus und hüllt die Insel in dichten Dampf. Bei dem 2017 bei Pegasus erschienen Kartenspiel „Memoarrr!“ geht es darum den Weg von der Insel zu finden und seinen Schatz zu sichern. In unserer Rezension wollen wir euch dieses Brettspiel näher vorstellen.

Spielablauf

Das Spiel besteht aus 25 Ortskarten. Auf der Rückseite ist nur weißer Dampf zu sehen, auf der Vorderseite ist immer ein Tier (z.B. Walross, Krake, Oktopus, Krabbe) und eine Landschaft abgebildet. Die Karten werden gemischt und in einem Raster von 5x5 Felder verdeckt angeordnet. Die Karte in der Mitte dieses Spielfelds wird dann wieder entfernt und in die Schachtel zurückgelegt. Hier bricht quasi der Vulkan aus. Die zurückgelegte Karte darf nicht angeschaut werden. Danach mischt man die 7 Schatzkarten und legt sie an die Stelle, an der man gerade die Karte entfernt hat. Auf die Schatzkarten legt man zu guter Letzt die Vulkankarten. Davon wird immer eine Vulkankarte weniger als Mitspieler mitspielen verwendet. Nun kann „Memoarrr!“ beginnen.

Wie bei klassischen Merkspielen werden dann Karten aufgedeckt. Es muss immer ein Ort mit dem anderen verbunden sein. Das ist der Fall, wenn entweder das Tier oder die Landschaft mit der angrenzenden Karte identisch sind. Gelingt es ein passendes Paar zu finden, darf man einen Schatz nehmen. Die aufgedeckten Karten werden danach wieder umgedreht und bleiben liegen.

Vor der ersten Runde schaut man sich die drei vorderen, mittleren Karten so an, dass die Mitspieler sie nicht sehen können. Hat man sie angeschaut und sich gemerkt, legt man sie wieder verdeckt an ihre Position. Ist man am Zug, deckt man eine Karte um von der man hofft oder denkt, dass sie mit der vom vorherigen Spieler umgedrehten Karte verbunden ist. Es gibt bei Memoarrr also im Vergleich zu der klassischen Art Brettspiele nicht nur ein passendes Paar, sondern mehr Möglichkeiten einen Treffer zu landen.

Wer Orte findet die verbunden sind, darf weiterspielen. Wer nicht verbundene Karten aufdeckt muss sich einen Vulkan nehmen. Wer zuletzt übrig bleibt darf sich eine der 7 Schatztruhen schnappen. Danach werden die Vulkankarten wieder auf den Stapel mit den Schatzkisten gelegt und die nächste Runde beginnt.

Es gibt ein paar Sonderregeln, die für „Memoarrr!“ noch wichtig und zu beachten sind. Im ersten Zug einer Runde gab es noch keinen bekannten Ort. Daher ist diese Runde immer erfolgreich bzw. man muss sich in dem Fall keinen Vulkan nehmen. Außerdem darf man in der ersten Runde keinen der drei anfangs angeschauten Karten wählen. Der Startspieler wechselt nicht wie für gewöhnlich im oder gegen den Uhrzeigersinn, sondern der Spieler mit dem Vulkan und den meisten darauf abgebildeten Vögeln wird nach einer Runde neuer Startspieler.

Nach 7 Runden ist das Spiel zu Ende. Gewonnen hat der Pirat, der am meisten Rubine in seinen erbeuteten Truhen hat. Man kann also auch gewinnen, indem man die Truhe mit den meisten Rubinen findet anstatt möglichst viele Truhen zu erbeuten. Natürlich erhöhen mehr Truhen auch eure Siegchancen.

Da man relativ schnell mit den gelegten Orten vertraut werden kann, gibt es bei Memoarrr! Noch einen Expertenmodus. Jedes Tier hat eine Spezialfähigkeit. Die Aktion muss ausgeführt werden, wenn man in einem Spielzug erfolgreich ist. Der Pinguin ermöglicht mit seinem Fernglas, dass man sich eine beliebige Ortskarte anschauen darf. Mit dem Oktopus darf man eine oben, unten oder seitlich angrenzende Karte mit der des Oktopus tauschen. Das Walross gibt dem Spieler die Wahlmöglichkeit eine Karte auszusuchen, die nicht vom nächsten Spieler ausgewählt werden darf. So kann man mit dem Walross nachfolgende Spieler etwas bremsen oder ihnen einen Spielzug unterbinden. Findet man eine Krabbe, darf man noch einmal eine Karte aufdecken. Wer die Schildkröte findet hat Pech, bei ihr passiert nichts.

Fazit

Das Spiel mit dem etwas sperrigen Name „Memoarrr!“ macht beim Spielen viel mehr Spaß als man vielleicht eingangs von einem solchen Familienspiel erwartet. So ging es uns schon bei „Kingdomino“. Anfangs reicht der normale Modus bei diesem Kartenspiel natürlich voll aus, wir haben aber nach drei Runden beschlossen den Expertenmodus zu spielen. Das Spiel lebt ja davon ein wenig Taktik mit einfließen zu lassen und andere Mitspieler zu verwirren oder zumindest zu behindern. In unseren Runden kam „Memoarrr!“ sehr gut an und bekommt deshalb ein klare Empfehlung für ein kleines, aber feines Spiel aus dem Hause Pegasus. Das Spielgefühl ist sowohl durch den interessanten Mechanismus als auch die schön illustrierten Karten wirklich gelungen. Solche Brettspiele gibt es meistens selten, daher kommt einem so eine Perle immer recht und die Rezension fällt einem nicht schwer. Wir sind gespannt, ob „Memoarrr!“ 2017 einen Spielepreis gewinnen kann, das Zeug dazu hätte das Merkspiel von Carlo Bortolini und sollte in keiner Spielesammlung fehlen.

Video zum Spiel

Spielmaterial

  • 40 große Spielkarten
  • 2 Anleitungen (Deutsch, Englisch)

5 Rezensionen und Tests

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4 Bewertungen

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Übersicht durchschnittliche Rezensionen und Spieletests für dieses Spiel.

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Eigenschaften
Erscheinungsdatum: 07/2017
Verlag:
Autor:
Spieler: 2–4
Empfl. Alter: ab 8 Jahre
Dauer: 10–20 Minuten
EAN: 4250231714382
Preis (UVP): 9,95
REDUXO Wertung: 5/6 Punkte
Presse Wertung:
(4,8/6 Punkte, 4 Bewertungen)