Gauner raus!

...eingekreist und aus die Maus!
Gauner raus!

Worum geht es?

Die Geschichte bei „Gauner raus“ von René Puttin ist relativ einfach. In einem alten Fabrikgebäude befinden sich eine Menge Gauner. Als das Sondereinsatzkommando kommt, wird einer nach dem anderen geschnappt und abgeführt. Jeder Spieler schlüpft in die Rolle des SEK und der Gauner und versucht so viele gegnerische Gauner wie möglich dingfest zu machen.

Spielablauf

Zur Vorbereitung erhält jeder Spieler einen Deduktionsblock. Der Block enthält 6x6 Felder. Jeweils sechs Felder haben die Farbe einer Diebesbande und die Buchstaben A bis F. Abhängig von der Anzahl an Mitspielern werden die Karten gemischt und ausgeteilt. Bei zwei Spielern erhält jeder 12 Karten, bei drei Spielern 10 Karten und in voller Besetzung mit vier Spieler noch jeweils 8 Karten.

Bevor es losgeht wird von jedem der Mitspieler einmal gewürfelt. Einer der Würfel zeigt immer eine Farbe, der andere einen Buchstaben. Nun vergleicht man das Ergebnis der Würfel mit seinen Handkarten und trägt die Zahl in das Kästchen mit der entsprechenden Farbe und dem Buchstaben ein. Diese Aktion führen alle Spieler für ihre Hand durch. D.h. bei drei Personen hat man am Ende dieser Vorbereitung drei Zahlen auf seinem Block stehen. Einzige Ausnahme wäre, dass jemand dasselbe würfelt wie einer der anderen Spieler.

Würfelt also der aktive Spieler blau und C und hat auf der Hand zwei blaue Karten und eine Karte mit einem C, so muss er in das blaue Feld C den Wert 3 eintragen. Im Zweipersonenspiel müssen beide Spieler zwei Mal würfeln und haben nach der Vorrunde vier Kästchen ausgefüllt.

Bei „Gauner raus“ kennzeichnen die Farben und Buchstaben der Karten, wo in der Fabrik sich die Gauner befinden. Es gilt die Positionen der Gegner ausfindig zu machen. Ein Spielzug besteht immer aus 2-3 Aktionen.

Als erstes wird gewürfelt. Wie zu Beginn zählt der aktive Spieler seine Punkte und trägt sie in seiner Fabrik auf dem Deduktionsblatt ein. Dabei wird nicht verraten, ob das Ergebnis durch die entsprechende Anzahl farbiger Karten zustande kommt, durch Karten mit dem gewürfelten Buchstabe oder einer Mischung auf beiden. Kommt bei dem Wurf ein Raum heraus den man schon erkundet hat, muss man noch einmal würfeln.

Nach dem Würfeln folgt das Tippen. Dazu darf man einen beliebigen Spieler fragen, ob er einen bestimmten Gauner hat. Wenn man falsch liegt, macht man ein kleines X in das entsprechende Kästchen. Alle anderen machen das ebenfalls. Liegt man richtig, muss der Spieler dessen Gauner erwischt wurde die Karte offen vor sich ablegen. Für sich selbst macht man dann einen Kreis in den Raum, um ihn zu kennzeichnen. Alle anderen Spieler machen in diesen Raum ein X. Das Ganze erinnert ein wenig an „Schiffe versenken“. Man darf weiter tippen, bis man einen Fehler macht. Wer einen Gauner enttarnt hat, macht einen Strich auf seinem Zettel. So wird bei „Gauner raus“ gezählt, wie viele Gauner man schon erfolgreich enttarnt hat.

Eine Besonderheit ist das Einkreisen eines Raums. Steht in einem Feld eine Zahl und man hat in der Summe in dieser Buchstabenreihe und Farbenspalte entsprechend viele Treffer, kann sich kein weiterer Gauner in der Farbe oder den Buchstaben befinden. Dann darf man den Gegner auffordern diesen Raum einzukreisen und alle die Reihe und Spalte mit einem X zu markieren. Dieser Zug hilft dabei, in den nächsten Zügen dort nicht mehr nach Gaunern zu suchen. So sinkt die eigene Chance auf Fehler.

„Gauner raus“ endet sofort, sobald ein Spieler keine Karten ehr auf der Hand hat. Dann wird zusammengezählt wer die meisten schweren Jungs enttarnt und Punkte gesammelt hat.

Fazit

Der erste Eindruck von „Gauner raus“ ist nicht immer das was am Ende von einem Spiel bleibt. Die Regeln sind grundsätzlich einfach zu verstehen, lediglich das Einkreisen eines Raumes kann anfangs zu den ein oder anderen Verständnisschwierigkeiten führen. Hat man das Ganze aber verstanden, zeigt sich ein wirklich sehr interessantes Spiel. Die Karten sind hervorragend gestaltet, die Farben eindeutig zu erkennen.

Man muss jedoch auch sagen, dass „Gauner raus“ sicherlich nicht für jeden Spielertyp geeignet ist. Da es sich um ein Deduktionsspiel handelt, muss man sich seine Gedanken machen und seine Züge, anders als bei Klassikern wie „Schiffe versenken“ deutlich besser überlegen anstatt nur ins Blaue hinein zu raten.

In einer Runde mit passenden Mitspielern wird „Gauner raus“ deshalb zu einem verzwickten Spiel das richtig viel Spaß machen kann. Am besten funktioniert es in Runden mit vier Spielern. Dann ist die Ungewissheit am Größten und es wird richtig anspruchsvoll.

Video zum Spiel

8 Rezensionen und Tests

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Übersicht durchschnittliche Rezensionen und Spieletests für dieses Spiel.

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Eigenschaften
Erscheinungsdatum: 05/2016
Verlag:
Autor:
Spieler: 2–4
Empfl. Alter: ab 10 Jahre
Dauer: 30–60 Minuten
Gewicht: 200 g
EAN: 4260410770177
Preis (UVP): 12,99
REDUXO Wertung: 5/6 Punkte
Presse Wertung:
(4,7/6 Punkte, 6 Bewertungen)