Black Spy

Black Spy

Worum geht es?

„Black Spy“ ist ein Karten- und Stichspiel, bei dem man zu einem bestimmten Zeitpunkt des Spiels die wenigsten Punkte haben muss. Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines Spionagenetzwerks und müssen versuchen mit höheren Rängen die anderen Netzwerke auszustechen.

Spielablauf

Das Spiel hat 60 Karten, die Werte der Karten reichen von „1“ bis „11“, wobei jeder Wert einen bestimmten Rang hat. Der niedrigste Rang ist der des Informanten. Rollen wie ein Agent oder Spion sind höherwertig. Die höchste Karte mit der „11“ ist die des Direktors. In den Farben Blau, Rot, Grün und Gelb gibt es jeweils ein Set von „1“ bis „11“. Zusätzlich gibt es ein schwarzes Set bei dem zusätzlich noch fünf weitere Spione enthalten sind.

Das Spiel ist für 3 bis 6 Spieler ausgelegt und entsprechend der Anzahl an Mitspielern bekommt man unterschiedlich viele Karten. Bei 3 Spielern sind es jeweils 20 Karten, bei 4 Spielern 15 Karten, bei 5 Spielern 12 Karten und wenn man „Black Spy“ in voller Besetzung zu sechs spielt, dann bekommt jeder der Spieler 10 Karten auf die Hand. Der Kartengeber wechselt nach jeder Runde und gespielt wird wie so oft im Uhrzeigersinn.

Nachdem jeder seine Karten bekommen hat, wählt jeder Spieler drei seiner Karten aus und gibt sie verdeckt an seinen Nebenspieler weiter. Die Richtung in der Karten weitergegeben werden, ändert sich in jeder Runde. D.h. erst gibt man sie an den linken Nachbarn, dann in der nächsten Runde an den rechten Nachbar. Damit im Spiel mit vier Spielern die Karten nicht immer hin und her wandern, wird hier nach dem Prinzip, links, gegenüber, rechts, links, gegenüber verfahren. Die Karten müssen alle Spieler gleichzeitig weitergeben. Erst wenn alle ihre drei Karten bekommen haben drf man sie sich anschauen.

Bei „Black Spy“ besteht eine Runde immer aus so vielen Stichen wie Karten pro Spieler ausgeteilt wurden. Wer die rote „1“ hat beginnt eine Runde. Er muss natürlich nicht die rote „1“ spielen, sondern jede andere beliebige Karte. Lediglich schwarze Karten dürfen zu Beginn der ersten Stichrunde nicht ausgespielt werden. In den folgenden Runden darf man auch mit schwarzen Karten beginnen.

Es gilt bei „Black Spy“ entweder Farbe zu bekennen oder gleiche Ränge zu spielen. Um einen Stich zu gewinnen muss man den höchsten Rang in der Eröffnungsfarbe des Stichs legen. Man nimmt sich den Stich und legt in verdeckt vor sich ab. Eine Ausnahme von dieser Regel gibt es, wenn mit einem schwarzen Spion eröffnet wurde und einer oder mehrere weitere schwarze Spione gelegt wurden. In dem Fall bleibt der erste gelegte Spion die ranghöchste Karte und kann den Stich für sich verbuchen.

Bei der Wertung bekommen Farben und Ränge dann eine Bedeutung die das Spiel etwas verändert. Die Wertung findet statt, sobald alle Karten ausgespielt wurden. Die Ränge von „1“ bis „6“ sind jeweils einen Punkt wert. Schwarze Spione zählen 6 Punkte. Die Karten Doppelagent, Codeknacker, stellvertretender Direktor und Direktor sind je 2, 3, 4 und 5 Punkte werden. Farbige Spione geben jeweils -5 Punkte. So werden nach jeder Runde die Punkte zusammengezählt.

„Black Spy“ geht über mehrere Runde und endet, sobald ein Spieler eine bestimmte Punktzahl erreicht bat. Die Punktezahl ist wieder abhängig von der Anzahl der Spieler und liegt bei 200, 150, 120 oder 100 Punkte, je nachdem ob 6, 5, 4, oder 3 Spieler am Start sind.

Es werden ein paar Regelvariationen angeboten mit denen man das Spiel anders gestalten kann. Eine Variante ist die, dass bunte Spione nicht gewertet werden. Eine andere Variante ist die, dass man bestimmen kann, ob man selbst 0 Punkte und die anderen 60 Punkte bekommt, wenn man es schafft alle schwarzen Karten in seinen Stichen zu haben oder ob man sich 60 Punkte abziehen lassen will und die anderen keine .

Eine weitere Variante ist das Ansagen von Farben. In dem Fall muss der Nebensitzer seinen Stich mit dieser genannten Farbe eröffnen. Kann er die Farbe nicht bedienen, muss der nächste Spieler versuchen seinen Stich damit zu eröffnen.

Spielt man mit dem „Maulwurf“, dann werden 3 Karten pro Spieler nicht ausgeteilt und als „Maulwurf“ Stapel abgelegt. So erhält bei 5 Spielern jeder nur 9 statt 12 Karten. Der Spieler mit der derzeit höchsten Punktzahl nimmt sich den Maulwurf-Stapel und darf sich daraus drei beliebige Karten aussuchen. So geht es weiter in absteigender Reihenfolge der Punkte der Spieler.

Fazit

Insgesamt ist „Black Spy“ grundsätzlich ein sehr einfach erklärtes Stichspiel. Die Regeln sind überschaubar, man muss sich lediglich anfangs an die Punkte der Karten bei der Wertung gewöhnen und einprägen. Je öfter man das Spiel von Alan R. Moon spielt, desto vertrauter wird man mit dem Mechanismus und kann ein durchaus taktischeres Spiel vorfinden als man zunächst denkt.

So entwickelt jeder Spieler sein eigenes Vorgehen, wie er Karten zurückhält und versucht bei „Black Spy“ seine Stiche zu vermeiden. Das Spielen auf alle schwarzen Karten ist risikoreich und lohnt sich nur selten. Letzten Endes entscheidet das Glück hier weit weniger als man denkt und lässt genug Raum, um immer wieder eine neue Runde zu starten. Lediglich im Spiel von Anfängern mit geübten Spielern kann es sein, dass die Anfänger etwas frustriert auf dieses interessante Kartenspiel reagieren, das aber in jedem Fall seinen Reiz hat.

2 Rezensionen und Tests

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2 Bewertungen

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Übersicht durchschnittliche Rezensionen und Spieletests für dieses Spiel.

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Eigenschaften
Erscheinungsdatum: 08/2016
Verlag:
Autor:
Kategorie:
  • Kartenspiel
Spieler: 3–6
Empfl. Alter: ab 8 Jahre
Dauer: 45 Minuten
Gewicht: 250 g
EAN: 4011898281613
Preis (UVP): 12,99
REDUXO Wertung: 5/6 Punkte
Presse Wertung:
(3,6/6 Punkte, 2 Bewertungen)