Werwölfe – Morgengrauen

Neue Rollen. Neue Wölfe. Neue Entscheidungen.
Werwölfe – Morgengrauen

Worum geht es?

Mit „Werwölfe – Morgengrauen“ veröffentlicht Ravensburger neue Rollen für das Vorgänger-Spiel „Werwölfe – Vollmondnacht“. Es ist als eigenständiges Spiel oder zusammen mit Rollen des Vorgängers spielbar. Wir wollten wissen, ob es mit der gelungenen „Vollmondnacht“ mithalten kann und haben es im Test ausprobiert.

Spielablauf

Nach der Vollmondnacht dämmert es und am Morgen kommen die Werwölfe ins Dorf zurück. Alle Spieler schlüpfen in verschiedene, zufällige Rollen. Man ist entweder ein Dorfbewohner oder ein Werwolf. Ziel des Spiels ist es die Werwölfe zu enttarnen oder seine Identität geheim zu halten (falls man die Rolle eines Werwolfs hat).

Man kann das Spiel auch mit App-Unterstützung spielen. Die App ist kostenlos im Appstore erhältlich. Sie übernimmt die Rolle des Spielleiters und alle können voll mitspielen. Will man ohne App spielen, muss eine Person den Spielleiter übernehmen. Der Spielleiter spielt natürlich auch mit und ist nicht außen vor. Er hat nur ein paar zusätzliche Aufgaben.

Zu Beginn des Spiels werden Rollenkarten ausgewählt. Es müssen immer drei Rollenkarten mehr im Spiel sein als Mitspieler am Tisch sitzen. Für jede der ausgewählten Rollen gibt es einen Rollenmarker, der offen auf den Tisch gelegt wird. Danach werden die Rollenkarten gemischt und jeder Spieler zieht eine Karte. Die drei übrigen Karten werden verdeckt ebenfalls auf den Tisch gelegt. Jeder Spieler schaut sich nun seine Karte und die damit verbundene Rolle an. Die Karte legt man vor sich ab und darf sie bis zum Spielende nicht mehr anschauen.

Das Spiel verläuft immer in drei Teilen. Es gibt die Nacht, den Tag und das Ende des Tages. Der Spielleiter (oder die App) übernimmt die Aufgabe die Phasen auszurufen. D.h. in der Nacht ruft der Spielleiter die verschiedenen Rollen auf. Am Tag moderiert er die Diskussion und am Ende des Tages läutet er die Abstimmung ein.

Am Anfang der Nacht schließen alle Mitspieler die Augen. In der Nacht erwachen nun die verschiedenen Rollen nacheinander und führen ihre Spezialfähigkeiten aus. Am Tag dürfen alle Spieler die Augen wieder öffnen und miteinander diskutieren. Im Gegensatz zu anderen Werwolf-Spielen ist es wichtig etwas über seine Rolle zu verraten, weil ihr mit bestimmten Spezialfähigkeiten Hinweise auf euch oder andere geben könnt. Als Werwolf muss man vorgeben etwas zu sein das man nicht ist, damit man nicht als Werwolf enttarnt wird.

Nach einer kurzen Diskussion stimmen alle Spieler darüber ab wer ein Werwolf ist und zeigen gleichzeitig mit dem Finger auf ihn. Dieser Spieler stirbt und ist aus dem Spiel. Bei Gleichstand sterben beide Spieler. Je kürzer die Diskussion, desto spannender wird es. Wenn jeder Mitspieler genau eine Stimme erhält stirbt keiner. Das kann nützlich sein, wenn man glaubt, dass sich kein Werwolf unter den Bewohnern befindet. Dann kann man sich darauf verständigen, dass alle auf den linken Nachbar zeigen und so alle überleben.

Die Werwölfe gewinnen, wenn keiner der Wölfe stirbt. Sobald mindestens ein Werwolf stirbt gewinnen die Dorfbewohner.

Fazit

Das Spiel ist für 3 bis 10 Personen ausgelegt, aber erst ab mindestens 5 Personen wird es wirklich spannend. Grundsätzlich mach das Spiel umso mehr Spaß, je größer die Gruppe ist. Bei zu kleinen Gruppen ist es zu einfach den/die Wölfe zu enttarnen bzw. von sich abzulenken. Um die Schwierigkeit zu erhöhen, gibt es Karten mit drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Das Interessante bei dem Spiel machen die verschiedenen Rollen. So wacht z.B. der Alphawolf in der Nachtphase zweimal auf. Der Aufklärer darf eine Karte umdrehen, die während der Tagphase offen liegen bleibt. Der Dorftrottel darf alle Karten, außer seiner eigenen, um eine Position nach links oder rechts schieben. Weitere Rollen sind der Dorfbewohner, Geisterjäger, Hexe, junger Seher, Kurator, Leibwächter, Prinz, sehender Wolf, Traumwolf, Wache, Wahrsagerin und der Werwolf. Alle Rollen haben verschiedene Spezialfähigkeiten die das Spiel erst interessant machen.

Auch die Artefakte machen das Spiel anders und abwechslungsreicher als das Original. Die neuen Rollen machen Spaß und die Artefakte bringen neue Aspekte ins Spiel. Uns hat „Werwölfe – Morgengrauen“ gut gefallen. Es ist aber wie schon „Vollmondnacht“ ein Spiel das immer in einer entsprechenden Gruppe gespielt werden muss, die diese Art Spiele mag. Dann kann es sein volles Potential entfalten.

Eigenschaften
Erscheinungsdatum: 10/2016
Verlag:
Autoren:
Spieler: 3–10
Empfl. Alter: ab 10 Jahre
Dauer: 10 Minuten
EAN: 4005556267293
Preis (UVP): 12,99
REDUXO Wertung: 4/6 Punkte
Spielanleitung: Kostenlos herunterladen (PDF)