Tarantel Tango

Ich glaub' ich spinne!
Tarantel Tango

Worum geht es?

Mit „Tarantel Tango“ hat Jacques Zeimet einmal mehr ein kleines aber feines Kartenspiel auf den Markt gebracht. Dieses Mal geht es nur nicht um Kakerlaken, sondern um Spinnen und allerlei andere Tiere. Thema des Spiels ist diesmal der Tanz. Denn die Spinne sucht einen Tanzpartner, findet aber keinen weil sich alle potentiellen Kandidaten erschrecken. Das Ergebnis ist ein wildes Durcheinander und Geschrei von unterschiedlichsten Tieren.

Spielablauf

Die Tarantel wird in der Mitte des Tischs ausgelegt. Die Karte hat die Form eines Pentagons und die Spinne sitzt in ihrem Netz. Die Spieler müssen ihre Karten nun an das Netz anlegen. Dazu werden erst einmal alle Karten gemischt und an die Spieler ausgeteilt. Insgesamt gibt es 115 Karten mit Tieren wie Hund, Kuh, Papagei, Katze, Ziege und Esel. Außerdem befinden sich in dem Stapel noch für Karten mit Taranteln.

Im Uhrzeigersinn beginnen die Mitspieler ihre Karten an einer der Seiten anzulegen. Die Karten sind unterschiedlich gestaltet. Manchmal ist nur das Tier zu sehen, dann wieder gibt es Karten auf denen neben dem Tier auch eine oder zwei kleine Taranteln zu sehen sind und schließlich gibt es auch Karten auf denen das Tier zweimal zu sehen. Die Karten haben verschiedene Bedeutungen. Ist auf der Karte des Vorgängers eine Tarantel zu sehen, muss man den Laut des Tieres nachmachen und seine obere Karte ein Feld weiter ablegen. Sind zwei Taranteln zu sehen, passiert genau das Gleiche, nur muss man das Tier nun zweimal nachmachen. Während die meisten Tier die bekannten Laute wie „Miau“, „Wau“ oder „Mäh“ machen, ruft der Papagei bei „Tarantel Tango“ immer nur das Wort „Aua“. Von wegen nachplappern. Ist keine Tarantel zu sehen darf man nichts sagen und legt ebenfalls die Karte ab. Und zu guter Letzt muss man bei den Karten, auf denen das Tier zwei Mal zu sehen ist, die Karte zwei statt nur ein Feld weiter ablegen und ebenfalls keinen Laut von sich geben. Sobald eine der fünf Tarantelkarten gezogen wird, müssen alle Spieler schnell vor sich auf den Tisch schlagen. Wer hier zu langsam ist muss alle ausliegenden Karten auf die Hand nehmen.

Damit es etwas hektischer und verwirrender wird gibt es natürlich noch die ein oder andere Regel wie man es auch von den anderen Spielen von Jacques Zeimet kennt. Bei „Tarantel Tango“ ist das der Fall, indem man nur zwei Sekunden Zeit hat für seinen Spielzug und die oberste Karte erst nach dem Lautes (falls man einen machen muss) umdrehen und ablegen darf. Wer einen Fehler macht, weil er zögert, den falschen Laut macht oder eben zu spät auf den Tisch schlägt, muss alle ausliegenden Karten aufnehmen. Der Sieger ist der Spieler, dem es als erstes gelingt alle Karten seiner Hand abzulegen.

Wenn man die Regeln einigermaßen im Griff hat, bieten sich noch Regelvariationen an. Die Variationen reichen von einfach bis anspruchsvoll. Mit dem Esel muss der Nachfolger genau auf dasselbe Feld legen wie den Esel. Der Hund ändert die Richtung. Sobald er gelegt wird, spielen alle in die andere Richtung bis der nächste Hund die Richtung wieder verändert. Mit der Kuh ist man noch einmal am Zug. Hier droht die Gefahr, dass der nächste Spieler zu schnell legen will und dann alle Karten nehmen muss, weil er einen Fehler gemacht hat und nicht gewartet hat bis der Spieler mit der Kuh eine zweite Karte abgelegt hat. Am schwierigsten ist das Spiel mit dem Papagei und dessen Regelvariation. Wenn er gelegt wird, imitiert der Spieler den vorherigen Spieler. Der doppelte Papagei imitiert den Vorgänger sogar zwei Mal.

Fazit

„Tarantel Tango“ schafft es wieder auf lustige und hektische Weise zu unterhalten. Es reiht sich hervorragend in Spiele wie „Kakerlakensalat“ oder „Geistesblitz 5 vor 12“ ein. Die Spieler sind gleich voll im Spiel und voll gefordert. Wer unachtsam ist, muss Karten nehmen und mit jeder Karte ist man unter voller Anspannung. Schließlich kann es ja sein, dass es eine Tarantel ist und man auf den Tisch schlagen muss. Und falls nicht, dann macht einem die wenige Zeit zu schaffen, die immer gnadenlos gegen einen tickt. Das Spiel kam in unserer Runde sehr gut an, es ist auch ideal um alle Spieler auf einen Spieleabend einzustimmen. Die normalen Regeln reichen für eine Menge Spaß. Mit den Regelvariationen kommt noch einmal richtig Schwierigkeit ins Spiel. Dann wird es turbulent und die Fehler häufen sich. Als Absacker würde ich „Tarantel Tango“ übrigens nicht empfehlen, dafür bringt es einfach den Puls zu schnell wieder nach oben und weckt auch müde Spieler wieder auf.

Video zum Spiel

Spielmaterial

  • 115 Tierkarten
  • 5 Tarantelkarten
  • 1 Tango-Tarantel
  • Spielregel

4 Rezensionen und Tests

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Eigenschaften
Erscheinungsdatum: 06/2009
Verlag:
Autor:
Spieler: 2–5
Empfl. Alter: ab 7 Jahre
Dauer: 15–20 Minuten
Gewicht: 180 g
EAN: 4001504408510
Preis (UVP): 9,99
REDUXO Wertung: 4/6 Punkte
Presse Wertung:
(4,2/6 Punkte, 4 Bewertungen)