High Tide

High Tide

Worum geht es?

Mit „High Tide“ ist bei Queen Games ein neues Spiel von Dirk Henn erschienen. Dirk Henn ist vielen möglicherweise durch das Spiel des Jahres „Alhambra“ bekannt. Ein Blick auf das Spiel macht Lust auf mehr, deshalb haben wir uns dieses Spiel einmal näher angeschaut.

Spielablauf

Es geht in diesem Spiel darum seine Liegen am Strand zu platzieren und am Ende die meisten Punkte zu haben. Die Herausforderung liegt darin seine Liege möglich weit am Wasser zu platzieren, aber gleichzeitig nicht vom steigenden Wasser erwischt zu werden.

Gespielt wird „High Tide“ über insgesamt sechs Runden. Nach jeder Runde steigt das Wasser an zwei Abschnitten des Strands. Sollte vor Ablauf der sechsten Runde eine Liege im Wasser stehen ist das Spiel vorzeitig beendet.

Jeder Spieler hat pro Strandabschnitt einen Liegestuhl. Für die verschiedenen Strandabschnitte gibt es farbige Würfel die in einem Beutel gemischt werden. Pro Runde zieht ein Spieler zwei Würfel. Zu den Liegen bekommt jeder Spieler noch ein Handtuch, einen Sonnenschirm und ein Siegpunktplättchen. Die Handtücher werden gestapelt und das jeweils oben liegende Handtuch markiert den Startspieler.

Nun beginnt der erste Spieler indem er zwei Würfel zieht und mit diesen würfelt. Die gewürfelte Anzahl Augen darf man nun seine Liege nach vorne stellen. Bei gleichfarbigen Würfeln wird die Anzahl addiert. Nachdem er das getan hat legt der Spieler sein Handtuch auf das erste Rasenfeld und die verwendeten Würfel in den Würfelpool. Es ist möglich den Wurf abzulehnen. In diesem Fall legt man die Würfel auf das Rasenfeld, wobei der höhere Würfel links liegt und der niedrigere rechts. Der Spieler zieht dann erneut zwei Würfel und führt die Aktion erneut aus. Ist ein Spieler an der Reihe und auf der Rasenfläche liegt ein Würfelpaar, kann man sich dieses schnappen und für seinen Zug verwenden. Wenn das Würfelpaar auf der ersten oder zweiten Position liegt, darf man zwei bzw. einem der Würfel neu auswürfeln.

Nach Ausführung des Zugs wird der Liegestuhlverleih um ein Feld weiter geschoben. Erreicht er das letzte Feld, kommt eine Welle. Ebenso, wenn noch Würfel auf der Rasenfläche liegen. Diese Würfel bestimmen dann an welchem Strandabschnitt bei „High Tide“ die Wellen auftreffen. Ansonsten werden zwei Würfel aus dem Beutel gezogen.

Es gibt zwei verschiedene Wellenplättchen. Erst schlägt die große, dann die kleine Welle auf. Anschließend kommen die Würfel wieder in den Stoffbeutel und der Liegestuhlverleih auf die gekennzeichnete Position. Die Handtücher werden so gestapelt, dass das zuerst abgelegte Handtuch unten liegt.

Mit dem Spiel kommen auch gleich ein paar Erweiterungen: Münzen, Haie, Surfer und Baywatch. Die Münzen werden gemischt und an den Stränden von unten nach oben zufällig ausgelegt. Sie sollen so einen Anreiz bieten vielleicht an dem ein oder anderen Strand nach vorne zu rücken, an dem man eigentlich gar nicht liegen will. Pro Farbe darf man nur eine Münze besitzen.

Die Haie sorgen für Alarm. Aus den gemischten Karten wird pro Runde zufällig eine Karte gezogen. An dem Abschnitt herrscht in „High Tide“ akuter Haialarm. Am Rundenende wird der an vorderster Front liegende Liegestuhl um drei Positionen nach hinten verschoben. Der Haialarm kann helfen, wenn man zufällig zu weit ans Wasser gerückt ist und das Meer immer näher kommt.

Surfer sind das Gegenstück zum Haialarm, sie wollen möglichst im Wasser liegen. Zu Beginn des Spiels werden die Surfer gemischt und ausgeteilt. Danach sieht man an welchem Strand man am Ende des Spiels eine Liege im Wasser haben sollte.

Mit der Baywatch-Erweiterung legt der erste Spieler seine Würfel nicht in den Pool, sondern vor sich. Sobald ein anderer Spieler eine niedrigere oder gleiche Anzahl Augen würfelt, kommen die Würfel in den Pool und der andere Spieler legt die Würfel vor sich ab. So geht dies weiter bis zum Ende der Runde. Der Spieler, der am Ende die Würfel vor sich liegen hat bekommt ein Baywatch-Plättchen. Sie enthalten Bonus-Fähigkeiten und können nur einmal benutzt werden.

Fazit

Der erste Eindruck von „High Tide“ mit dem schön und liebevoll illustrierten Spielplan und Zubehör ist sehr positiv. Etwas schade ist, dass das Spiel selbst diesem Eindruck nicht so richtig standhält. Die Aktionen sind zu einfach ausgeführt und allgemein zu glückslastig, man hat letztlich nur wenig Einfluss auf das Geschehen und den Verlauf. Es besteht aus Ziehen, Würfeln und Aktionen ausführen. Dadurch kommt die Taktik zu kurz und auch die Module können daran nur wenig ändern. Denn auch die Erweiterungen sind vor allem vom Glück abhängig und nur die Baywatch-Plättchen erlauben einen kleinen Eingriff in den Spielverlauf. Am besten ist das Spiel für Familien und Wenigspieler geeignet, Vielspieler werden „High Tide“ vermutlich eher selten hervorholen und andere Spiele bevorzugen.

Spielmaterial

  • 1 Spielplan (doppelseitig)
  • 12 Wellenplättchen – 6 große und 6 kleine
  • 1 Liegestuhlverleih
  • 1 Schlildkrötenplättchen
  • je 6 Siegpunktplättchen, Sonnenschirme, Handtücher
  • 36 Liegestühle
  • 18 Würfel
  • 1 Stoffbeutel

2 Rezensionen und Tests

Achtung, jeder Blog und jede Seite hat ein eigenes Bewertungssystem. Die Wertungen für diesen Pressespiegel werden auf die REDUXO-Skala von 1 bis 6 Punkte umgerechnet.

2 Bewertungen

4,2

Übersicht durchschnittliche Rezensionen und Spieletests für dieses Spiel.

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Eigenschaften
Erscheinungsdatum: 03/2017
Verlag:
Autor:
Spieler: 3–6
Empfl. Alter: ab 8 Jahre
Dauer: 25 Minuten
Gewicht: 900 g
EAN: 4010350101612
Preis (UVP): 34,99
REDUXO Wertung: 3/6 Punkte
Presse Wertung:
(4,2/6 Punkte, 2 Bewertungen)
Spielanleitung: Kostenlos herunterladen (PDF)