Elfer raus!

Elfer raus!

Worum geht es?

„Elfer raus!“ ist ein Kartenspiel-Klassiker, bei dem es darum geht möglichst als Erster alle seine Karten abzulegen. Das Spiel gibt es schon seit 1925, damals noch in einer etwas anderen Variante mit einer Farbe weniger. Wir haben das Spiel nach laaanger Zeit wieder einmal rausgeholt und gespielt.

Spielablauf

Das Spiel besteht auf 80 Karten in vier Farben. Pro Farbe gibt es die Karten von 1 bis 20. Es werden in der Mitte des Tisches Elfer ausgelegt, links davon die niedrigeren Zahlen und rechts davon die höheren Zahlen. An jeden Spieler werden gleichmäßig Karten ausgeteilt, etwa ein Viertel der Karten bleibt als verdeckter Nachziehstapel neben den abgelegten Karten.

Der Spieler mit der roten Elf beginnt. Hat kein Spieler diese Karte auf der Hand, muss den nächste Spieler mit den gelben, grünen oder blauen Elf beginnen. Die Elfer werden also wie bereits erwähnt in der Tischmitte ausgespielt. Jeder weitere Elfer eröffnet eine neue Reihe und man legt die Karten mit der schmalen Seiten über einander, so dass sie sich nicht verdecken. Sollte tatsächlich niemand einen Elfer auf der Hand haben, werden alle Karten neu gemischt und eine neue Runde „Elfer raus“ gestartet.

Wenn man an der Reihe ist, darf man wählen, ob man eine oder mehrere Karten ausspielt. Wenn man keine Karte ausspielen kann, muss man eine Karte vom Nachziehstapel ziehen. Kann man nun anlegen, darf man die gerade eben gezogene Karte ausspielen. Kann man nicht passend an einem der vorhandenen Stapel anlegen, muss man noch einmal drei Karten ziehen und der nächste Spieler ist am Zug.

Die Stapel mit den absteigenden und aufsteigenden Zahlen werden immer „überspielt“. D.h. wer hier anlegt, legt seine Karte auf den Stapel. Zu Beginn des Spiels muss also z.B. eine 10 angelegt werden. Der nächste Spieler kann dann eine 9 oder sogar mehrere Karten gleichzeitig und auch an verschiedenen Stapeln anlegen. So reduziert man sein eigenes Blatt und macht es den anderen Mitspielern bei „Elfer raus!“ schwer ihre Karten schneller abzuwerfen als man selbst. Karten müssen immer in direkter Folge gespielt werden, man darf also keine Zahlen überspringen.

Sobald ein Spieler keine Karten mehr hat, hat er die Runde gewonnen. Die anderen Spieler zählen die Zahlen ihrer Handkarten zusammen. Das sind die Minuspunkte. Es gibt keine festgeschriebene Zahl an Runden, das Spiel empfiehlt aber etwa 4-6 Runden. Wer am Ende dieser Runden die wenigsten Punkte hat, hat „Elfer raus!“ gewonnen.

Fazit

Bei uns war „Elfer raus!“ eines DER Spiele unserer Kindheit. Wir haben es oft, lange und exzessiv gespielt. Danach ist es irgendwie in Vergessenheit geraten und wir haben es kürzlich nach über 20 Jahren wieder einmal herausgekramt. Leider war das Ergebnis enttäuschend und ich frage mich seitdem ein ums andere Mal, wieso wir das Spiel so toll fanden? In unserer Runde kam kaum noch Spaß auf. Der Glücksanteil ist einfach zu hoch und man kann vor allem mit mehreren Leuten nur sehr begrenzt taktisch vorgehen. Letztlich hängt extrem viel davon ab welche Karten man zieht und ob man einige Karten mit der 1 oder der 20 auf der Hand hält. Dann nämlich muss man zwingend bis zum Ende warten bis alle ihre Karten abgelegt haben und hat kaum eine realistische Chance vorher sein Blatt abzulegen. So kann man „Elfer raus!“ kaum gewinnen und unter dem Strich bleibt ein leider nicht mehr ganz zeitgemäßes Spiel, das nun vermutlich wieder für 20 Jahre in die untere Ecke unseres Schranks wandern wird.

Rezension/Test

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Übersicht durchschnittliche Rezensionen und Spieletests für dieses Spiel.

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Eigenschaften
Erscheinungsdatum: 1989
Neuauflage: 02/2005
Verlag:
Kategorie:
  • Kartenspiel
Spieler: 2–6
Empfl. Alter: ab 7 Jahre
Dauer: 20–30 Minuten
EAN: 4005556207541
Preis (UVP): 9,99
REDUXO Wertung: 2/6 Punkte
Presse Wertung:
(4,8/6 Punkte, 1 Bewertung)